WS Harmonisierung mit OMAC Richtlinien

Die OMAC User Group

Die OMAC (Open Modular Architecture Control) Users Group ist ein Zusammenschluss namhafter Unternehmen, bei denen es sich sowohl um Anwender als auch Hersteller von Maschinen sowie um Technologieanbieter und Systemhäuser handelt. Das Ziel der OMAC ist das Schaffen eines gemeinsamen Wissens- und Erfahrungspools zur Realisierung von offenen Kommunikationsstandards. Hierbei unterteilt sich die OMAC in folgende Untergruppen, die sich mit den unterschiedlichen Anforderungen der Standardisierung beschäftigen:

  • Packaging Working Group
  • Manufacturing Infrastructure Working Group
  • Machine Tool Working Group

Für die Weihenstephaner Standards ist hierbei insbesondere die Pack ML Subgroup der Packaging Working Group von Interesse, die sich mit der Definition verschiedener Linientypen, dem OMAC State Model und den Richtlinien für Tagnamen beschäftigt. Für nähere Informationen über die Arbeit dieser und der anderen Gruppen sei auf die Homepage der OMAC (http://www.omac.org) verwiesen.

Historie der Harmonisierung

Das Pack ML Subcommittee veröffentlichte im Jahr 2002 die „Automatic Mode Machine States Definition, Version 2.2“ und im Jahr 2003 die „Tag Naming Guidelines, Version 2.0”. Mit beiden Dokumenten wurden die Weihenstephaner Standards 2005 von Beginn an harmonisiert und Teil 2 war bis zur Version 2005.03 mit diesen „compliant“.

Im Jahr 2006 veröffentlichte das Pack ML Subcommittee neue deutlich veränderte Versionen, das „Machine Language V3.0 Mode & States Definition Document“  und die „Tag Naming Guidelines (PackML V3.0)“. Mit diesen wurde erneut eine Harmonisierung verfolgt. Die Bemühungen führten zu einer Einbeziehung der Weihenstephaner Standards in den Technical Report „ISA–TR88.00.02 Machine and Unit States: An Implementation Example of ISA-88“ als Anwendungsbeispiel der OMAC-Vorgaben in der Getränke- und Lebensmittelindustrie.

Ziel der Harmonisierung war, dass mit der Vorbereitung einer Maschine für die BDE-Anbindung nach Weihenstephaner Standards auch die Anforderungen der OMAC (Open Modular Architecture Controls) erfüllt werden.

Ab Version 2005.04 des Teils 2 der Weihenstephaner Standards wurden wie nachfolgend erläutert mit dem „Machine Language V3.0 Mode & States Definition Document“ und den „Tag Naming Guidelines (PackML V3.0)‎ bzw. dem Technical Report „ISA–TR88.00.02-2008 Machine and Unit States: An Implementation Example of ISA-88“  harmonisiert.

In 2015 erfolgte eine weitergehende Harmonisierung mit dem von OMAC hierfür bereitgestellten und noch unveröffentlichten Entwurfsdokument zum ISA TR88.00.02-2015, welches Ende 2016 als „ANSI/ISA-TR88.00.02-2015 Machine and Unit States: An implementation example of ANSI/ISA-88.00.01“ veröffentlicht wurde.

Abgleich der Tags 

Die unter 2.2 angegebenen Regeln zur Namensgebung für Tags sind den OMAC Packaging Working Group PackML Committee (Tag Naming Technical Subteam) Tag Naming Guidelines Version 2.0 nachempfunden. Bei den dort aufgeführten Tags waren einige für die Betriebsdatenerfassung nicht sinnvoll. Daher wurden die standardmäßig aufzulegenden Datenpunkte auf einige wenige reduziert. Weitere sind optional aufzulegen und als Empfehlung zu verstehen. Folgende Tabelle verdeutlicht die Auswahl aus den OMAC Tags für die Weihenstephaner Standards:

 

Tags in OMAC Richtlinie und Weihenstephaner Standards
OMAC tagsWS DataPoint
Current Mode (UnitModeCurrent)WS_Cur_Prog
Current StateWS_Cur_State
Current Machine SpeedWS_Cur_Mach_Spd
Machine SpeedWS_Mach_Design_Spd
Number of Products Processednicht übernommen, spezielle Tags
EquipmentInterlock (Blocked/Starved)

Nicht übernommen, wird in WS über die Status
Lack, Tailback, … unter WS_Cur_State abgebildet